Wie manage ich mein Team über Distanz?

Relevant für: #Führung #Mitarbeiter #Familie&Freunde

Herausforderungen

  • Nehmen das Engagement und die Produktivität deines Teams bei Remote-Arbeit ab?

  • Verliert dein Team die Übersicht über alle eingesetzten Kommunikationsmittel?

  • Beklagen sich Teammitglieder, dass Informationsbeschaffung und -austausch länger dauern?

  • Fühlen sich Teammitglieder einsam, abgekapselt oder überfordert bei Remote-Arbeit?

 


Lösungsvorschläge

Tägliche Check-in Calls

Stelle sicher, dass du mit deinem Team täglich strukturierte Check-in Calls durchführst. Dies fördert auch die gemeinsame Ausrichtung und der Abgleich. Ganz wichtig ist, dass jeder Fragen stellen und Sorgen äussern kann. Falls die Antworten darauf nicht für alle relevant sind, kann der Team leitende eine anschliessende Zweierbesprechung anordnen.

Erwartungen zu Kommunikationsmittel festlegen

Definiert im Team, für welche Art von Kommunikation welches Tool genutzt werden soll:

Über welchen Kanal werden Notfälle kommuniziert? Welcher Kanal dient der auflockernden Kommunikation? Welche Rolle haben E-Mails? Soll das Video immer eingeschaltet sein bei Meetings oder wird “heute kein Video” auch respektiert? Ist es okay, am Wochenende für berufliche Angelegenheiten Whatsapp zu brauchen?

Viel zu selten werden Antwortzeit-Erwartungen diskutiert: Wie schnell muss ein Mitarbeitender reagieren, wenn der Chef am Freitagabend ein Mail verschickt? Müssen Teamkollaborations-Tools immer im Hintergrund mitlaufen? Nach wie vielen Stunden oder Minuten darf ich per Telefon nachhaken? Diskutiert diese Erwartungen und legt sie gemeinsam fest. Stellt sicher, dass sie nach der Einführung regelmässig überprüft werden: Ergeben diese Erwartungen noch Sinn? Halten wir uns daran?

Zeit für sozialen Austausch - auch remote

Bei Remote-Work fallen “natürliche” informelle Interaktionen wie die Kaffee-Pause, das Ganggespräch oder das Gespräch beim Tschüss-sagen weg. Dies kann zu einem verminderten Zugehörigkeitsgefühl führen. Hier einige Ideen, damit dieser wertvolle Austausch stattfinden kann:

  • Virtuelle Kaffeepause / Feierabenddrinks: Jedes Teammitglied loggt sich zu einer definierten Zeit mit seinem Lieblingsgetränk in eine Videokonferenz ein.

  • Zu Beginn des Meetings gibt es einige Minuten Socialising, das so auf der Agenda steht.

  • Pizza-Party: Jedes Teammitglied bestellt eine Pizza, die dann virtuell gemeinsam gegessen wird.

Ein offenes Ohr haben

Remote-Arbeit fordert hohe Selbstdisziplin, Selbstorganisation und ein gutes Selbstmanagement. Gleichzeitig ist es für viele Mitarbeitende bei Remote-Arbeit noch schwieriger, dem Vorgesetzten von den eigenen Schwierigkeiten, Sorgen und Befürchtungen zu erzählen. Erschwerend dazu kommt, dass Emotionen und Feinheiten im verbalen Ausdruck virtuell viel schwieriger zu entziffern sind. Als Vorgesetzter kann man deshalb schnell das Gefühl erhalten, dass beim Mitarbeitenden alles in Ordnung sei, obwohl dies nicht so ist.

Hier helfen einige konkrete Fragen:

  • Welche Fragen kann ich dir beantworten?

  • Was möchtest du noch loswerden?

  • Was beschäftigt dich momentan?

  • Wie kann ich dich optimal unterstützen?

  • Wie geht es dir mit der aktuellen Situation?

Wichtig hierbei ist, ganz bewusst zuzuhören, nachzufragen bei Unklarheiten und dem Mitarbeitenden Vertrauen und Zuversicht zuzusprechen, ohne dessen subjektive Empfindungen zu banalisieren.

Quelle: https://hbr.org/2020/03/a-guide-to-managing-your-newly-remote-workers


https://remotekit.atlassian.net/wiki/spaces/REMOTEKIT/pages/3145729

https://remotekit.atlassian.net/wiki/spaces/REMOTEKIT/pages/1250612

A guide to managing your newly remote worker → https://hbr.org/2020/03/a-guide-to-managing-your-newly-remote-workers


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