Wie überwinde ich die Corana-Sinnkrise?

Relevant für: #Familie&Freunde

Herausforderungen

Nun sitzen wir alle daheim, sind im Homeoffice, posten auf LinkedIn Mut zu. Wir feiern unsere Digitalisierungskompetenz mit Zoom, Miro und Slack oder weiteren Tools. Alles geht und alles geht weiter. Doch worüber wir uns wirklich sorgen müssen, berichtet dieser Beitrag. 

Das Aufsichselbstzurückgeworfensein befällt einen. Was sonst den Melancholischen, Depressiven und Weltfremden auferlegt ist, bedrückt nun auch die strebsame Lehrerin und den beherrschten Verwaltungsangestellten. Die fremdbestimmte Isolation bestimmt den Alltag. Das stärkt den grübelnden Charakter. 

Denn normalerweise haben wir keine Zeit zu sinnieren. Die Kulturindustrie zerstreut die Gedanken und das Grossraumbüro besetzt unseren Alltag. Wir sind permanent abgelenkt. Wir müssen nicht innehalten und Fragen beantworten, wer wir und warum wir hier sind. Das Leben ist geordnet, die Tagesstruktur gegeben und unwidersprochen.

Wir reden über den Remote-Koller. Darin motivieren wir uns, täglich zu joggen, ergreifende Serien zu konsumieren, kurze Spaziergänge zu wagen, knifflige Yoga-Übungen zu absolvieren, mehr zu spielen und so weiter. Wir versuchen uns mit gängigen Rezepten zu beruhigen. Symptom "Remote-Koller" - Lösung neuartigere "Ablenkung". 

Damit versäumen wir allerdings, das "Problem" des Remote-Kollers an dessen Ursache zu lösen. Wir kopieren unsere Gegenwartsbewältigungsstrategien der Vor-Corona-Zeit. Diese funktionieren nicht, weil sie nicht für die Isolation konzipiert sind. Der Eskapismus von Kulturindustrie und Lohnabhängigkeit wirkt nicht im Homeoffice. 

Was nun? Angesichts des aufgezwungenen Aufsichselbstzurückgeworfenseins müssen wir vermutlich erstmals in unserer Biografie uns mit uns selber auseinandersetzen. Notgedrungen. Diesmal können wir nicht fliehen, nirgends hin, was uns aufheitern, ablenken oder sonstwie zerstreuen könnte. Diesmal sind wir Gefangene unseres Geistes.


Lösungsvorschlag

Die aktuelle Ausnahmesituation lädt zur Selbstreflexion ein. Die zwei grössten Fragen, welche die Menschheit seit jeher beschäftigen, sind:

  • Wer bin ich?

  • Und warum bin ich hier?

Um sich diesen Fragen anzunähern, empfehle ich LEGO Serious Play (LSP). Das klassische Starter Set von LEGO beinhaltet ausreichend Teile, die auch psychologisch und philosophisch aufgeladen werden können. 

Idealerweise kombiniert man die eigenen lebensphilosophischen Bemühungen mit denen naher Mitmenschen, weil alle Menschen derzeit leiden. Man organisiere sich mit gängigen Videokonferenzlösungen und befolge den klassischen LSP-Prozess: 

  1. Fragen

  2. Bauen

  3. Teilen

  4. Reflektieren

So kann man persönliche Erkenntnisse gewinnen, dadurch sein Verhalten in der Vergangenheit besser begründen und schliesslich sein Verhalten in der Zukunft beeinflussen. Das Risiko der konsequenten Selbstauseinandersetzung ist lediglich, dass man "nichts" entdeckt. Das heutige Leben ist geschäftig, Reflexion selten. 

Deswegen empfehle ich die Selbstauseinandersetzung niemals im Alleingang und stets mittels LEGO Serious Play (LSP). Eine vertraute Person kann einen auffangen, das LEGO-Modell kann repräsentieren - damit der Schmerz der Leere nicht das komplette Bewusstsein lähmt. 

Suchst du einen Gesprächspartner? Buche uns, wir tasten uns gemeinsam an die grossen Fragen mittels LEGO Serious Play (LSP) heran. Deuten wir die Krise als Chance zu mehr Selbstreflexion. 


Wie verhindere ich den Remote Koller? → Wie verhindere ich den Remote-Koller?


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